Stefan Schreier

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Raubkopierern gehört die digitale Hand abgehackt!

Darum solltest Du „Game Of Thrones“ & Co. kaufen statt illegal herunterzuladen!

Stefan Schreier

Jetzt, wo es früher dunkel wird und die Tage zunehmend grau und verregnet sind, haben wir alle wieder mehr Zeit und Lust auf Serien und Filme. Zwar sind die Hype-Monate, in denen die aktuelle Staffel von „House Of Cards“ oder „Game Of Thrones“ ausgestrahlt wurden, längst vergangen, das hindert aber viele Serienjunkies nicht daran, die Episoden erst jetzt oder noch einmal zu genießen.

Nun möchte ich natürlich nicht alle Fans von guten Serien über einen Kamm scheren, dennoch ist für viele der einfachste Weg die illegale Raubkopie aus dem Internet. Sie ist mitunter leicht zu beschaffen und kostet nichts.

Ich möchte an dieser Stelle aber mal eine Lanze dafür brechen, Serien zu kaufen. Ich gebe gerne 30 Euro für „Game Of Thrones“ im April aus, wenn ich mir die aktuellen Folgen bei iTunes anschauen kann, die wöchentlich in meine Playlist tröpfeln. Dann ist es mir auch egal, dass ich die Folgen einen Tag später als die Sky-Zuschauer - oder eben die Raubkopierer - sehe. Ich gebe das Geld gerne aus, weil es mir die Serie wert ist und ich die hohe Qualität, die HBO in diesem Fall liefert, zu schätzen weiß. Mal abgesehen davon bekomme ich bei zehn Episoden rund zehn Stunden Unterhaltung. Überlegt man sich, wie viel Geld man für zehn Stunden (also sagen wir fünf Filme) im Kinosaal ausgeben würde, sind 30 Euro nun wirklich nicht die Welt.

„Oooh, du hast es aber dicke!“

Das ist eine häufige Reaktion auf die Anmerkung, dass ich mir die aktuelle Staffel von - bleiben wir bei „Game Of Thrones“ - tatsächlich kaufe. Warum ich das tue, habe ich bereits oben erklärt. Viel interessanter finde ich aber diese oberflächliche und ganz und gar nicht nachhaltige Denkweise dieser egoistischen Großmäuler, die offensichtlich stolz darauf sind, sich die Serien gratis als Raubkopie aus dem Internet gesaugt zu haben. Diese Raubkopie-Konsumenten sind die Geißel der Menschheit - und der TV- und Filmindustrie. Jährlich gehen den Machern Milliarden Dollar durch die Lappen, mit denen sie die Serie noch fetter oder weitere tolle Projekte produzieren könnten. Sagen wir, wie es ist: Raubkopierer sind Diebe, denen die digitale Hand abgehackt gehört. Sie verdienen aufwändig produzierte Filme und Serien nicht, da sie sie nicht zu schätzen wissen - aber dann noch mitreden wollen …

Der legale Weg ist nicht immer einfach

Wie schon erwähnt, sind raubkopierte Serien und Filme schnell beschafft. Wer sich auskennt und eine passable Internetanbindung besitzt, wartet nur wenige Minuten, bis die aktuelle Folge oder das Screening des aktuellen Kinofilms über den heimischen Fernseher flimmert.

Die Filmindustrie macht es den ehrlichen Konsumenten nicht immer einfach, der Verlockung der raubkopierten Folge zu widerstehen. Die DVD von „Game Of Thrones“ kommt erst lange nach der TV-Ausstrahlung. Klar, dass es viele Serienfreunde gibt, die nicht die nötige Geduld haben. Doch im DVD-Regal steht bei ihnen die Serie dadurch auch nicht. Ich persönlich muss mich damit glücklicherweise nicht auseinandersetzen, da ich weniger der haptische Typ bin. Mir reicht es, die Folgen in meiner iTunes- oder Amazon-Libary zu haben.

Serien kosten Geld

Das Production-Value wird von Staffel zu Staffel immer weiter hoch gefahren, was zur Folge hat, dass Serien eine immer höhere Qualität genießen und sich nur marginal von aufwändigen Kino-Blockbustern unterscheiden. Beispielsweise habe die 6. Staffel von „Game Of Thrones“ 100 Millionen Dollar gekostet. Von diesem Geld werden nicht nur die ach so „überbezahlten“ Schauspieler finanziert, sondern auch Erlebnisse geschaffen, wie „Battle of the Bastards“ in Episode 9 der 6. Staffel, die Miguel Sapochnik mit mehr Statisten, mehr Stuntmen, mehr Pferden und mehr Drehtagen umgesetzt hat, als seine Schlacht von Hardhome aus Staffel 5.

Diese Serienerlebnisse sind in einer derartigen Steigerung nur finanzierbar, wenn die Serie auch das Geld einspielt. Und ich bin der Meinung, dass ich mit meinen 3,- Euro pro Folge dazu beitrage und den Seriengenuss für mich legitimiere und den Machern damit etwas zurückgebe und ihr Tun und Schaffen anerkenne.

Ändern kann man schließlich nichts daran, denn Raubkopierer wird es immer geben. Aber denkt mal darüber nach …