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Analsex lieben lernen

Eine Einführung in die abenteuerliche Welt des Analsex

Daisy D

Analsex – bei den einen löst dieses Wort ein funkeln in den Augen aus. Doch vielen Frauen graut es, wenn sie überhaupt daran denken. Es ist absolut normal Bedenken zu haben, wenn es um den Eintritt durch das Hintertürchen geht, denn die Gerüchte dazu sind oft überhaupt nicht sexy. Analsex kann jedoch ein ganz besonders erotisches Erlebnis sein und sollte unbedingt probiert werden, bevor man es aufgrund seiner Vorurteile direkt ablehnt. Hier also ein paar Tipps, wie ihr Analsex zu einem Abenteuer und nicht zur Tortur macht.

Meist sind es ja die Männer, die Analsex unbedingt probieren wollen. Aber warum eigentlich? Ganz einfach: Es ist intim, es ist eng und vor allem, es ist verboten. Und dazu auch noch herrlich versaut! Das macht das Ganze ja umso abenteuerlicher. Damit es aber nicht ‘in die Hose geht’, solltet ihr ein paar Dinge beachten.

Kommunikation ist das A & O…

…Sonst wird aus dem A kein O! Analsex ist nichts, das einfach spontan passiert. Nicht so wie in den Pornos, wo das ‚Ding‘ einfach mal so ‚reingehämmert‘ wird. Die Darstellerinnen und Darsteller bereiten sich teilweise tagelang auf solche Szenen vor. Nein: Es braucht Zeit und Vertrauen. Kommunikation ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht etwas Neues zu probieren. Es ist also ratsam die erste Analsex Erfahrung mit einem festen Partner oder einer Person eures Vertrauens zu erleben.

Bevor ihr euch das erste Mal daran wagt, solltet ihr das Thema mit eurem Partner ansprechen und ihn eure Bedenken darüber wissen lassen. Vor allem, wenn ihr noch Anal-Jungfrauen seid, solltet ihr es gaaanz langsam angehen. Ihr müsst euch dabei wohl fühlen, daher erzählt eurem Partner während des ganzen Akts, wie ihr euch fühlt. Männer wissen in diesem Moment nämlich nicht wie es euch geht – sondern nur, dass es eng ist und es sich gut anfühlt! Sie sind sich nicht bewusst, welche Schmerzen das Ganze mit sich bringen kann. Sagt eurem Partner ruhig, dass er kurz anhalten, langsamer oder mehr Gleitgel dazu nehmen soll. Dieses Erlebnis soll schließlich für euch beide positiv sein!

Vorbereitung ist die halbe Miete

Wie beim vaginalen Sex, wird Analsex ohne Gleitmittel einfach nur schmerzhaft! Das Gewebe des Anus ist viel dünner als das der Vagina und es bildet bei Erregung kein eigenes Sekret. Man sollte beim Analsex also viel Gleitgel verwenden und es immer in griffbarer Nähe behalten. Ob auf Silikon- oder Wasserbasis ist jedem selbst überlassen. Jedoch vertragen sich Gleitgels auf Silikonbasis oftmals nicht mit Kondomen oder Sex Toys mit Silikonoberfläche. Sie können dadurch porös werden und aufreißen.

Auch wie die Vagina, dehnt sich der Schließmuskel und zieht sich danach wieder zusammen. Habt ihr also regelmäßigen Analsex oder -Spielchen, wird euer Körper lernen, sich bei dem Gefühl zu entspannen und es wird angenehmer.

Der Anus und der Enddarm enthalten sehr wenige Fäkalien. So sind Anal Spielchen nicht annähernd so ‚schmutzig‘ wie alle glauben. Dennoch solltet ihr vor dem Akt unbedingt auf die Toilette gehen, um euch nicht währenddessen darüber Gedanken machen zu müssen. Gerne könnt ihr auch Feuchttücher oder sogar eine Analdusche (etwa eine halbe Stunde vorher) benutzen, wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt. Trotzdem ist es empfehlenswert ein Handtuch unterzulegen – denn Unfälle passieren nun mal!

Vorspiel

Ein Gläschen Wein kann vor dem Akt eine gute Methode sein, um lockerer zu werden – sowohl geistig, als auch körperlich. Aber Vorsicht: Ihr solltet nicht so viel trinken, dass eure Sinne dadurch eingeschränkt sind. Besonders beim Analsex ist es wichtig auf die Signale eures Körpers zu hören.

Sobald ihr euch wohl fühlt, sollte das Vorspiel genauso beginnen wie beim üblichen Sex auch. Lasst euch von eurem Partner stimulieren, sodass ihr davon erregt werdet. Denn ganz wichtig: Wenn es euch nicht geil macht, werdet ihr dabei keinen Spaß haben!

Anal Spielchen

Bevor es zur Sache geht, solltet ihr das angedachte Körperteil darauf vorbereiten. Euer Partner sollte eine großzügige Menge Gleitgel (gekauftes oder natürliches) auf seinen Finger geben und diesen an die Öffnung eures Anus drücken und reiben. Dieser Part ist besonders erregend für die Mädels, denn der Anus ist nach der Klitoris die erogene Zone mit den meisten Nervenenden. Dann sollte er seinen Finger langsam in euch eindringen lassen. Das Ganze muss sehr langsam passieren, denn nur so könnt ihr euch entspannen.

Die langsamen rein-und-raus Bewegungen lockern euch auf und sind eine gute Vorbereitung für das bevorstehende Ereignis. Je nach Bedarf kann auch immer mit Gleitgel nachgeholfen werden. Wenn einem von euch beiden der Gedanke eines Fingers im Po unangenehm ist, könnt ihr natürlich ein Kondom darüber streifen. Euer Körper wird etwas Zeit brauchen, um bereit zu sein ein so großes Objekt aufzunehmen. Es kann also mehrere Anläufe mit Fingern und Sex Toys benötigen, bis ihr für seinen Penis bereit seid – das sollte euer Partner verstehen.

Falls es euch anfangs nicht ganz geheuer ist, Analsex direkt mit eurem Partner zu probieren, könnt ihr das natürlich erst an euch selbst testen, bevor ihr es zusammen tut. Selbstbefriedigung ist immer ein guter Anfangspunkt für Experimente. Dabei lernt ihr was euch gefällt und was nicht. Kleine Toys wie kleine Anal Plugs können dabei auch eine gute Hilfe sein.

Kommen wir zur Sache…

Wenn ihr euch bei dem Vorspiel wohl und bereit fühlt, sollte euer Partner mehr Gleitgel an eurem Anus und jetzt auch an seinem Penis verteilen. Geht damit ruhig großzügig um – ihr werdet lieber zu viel als zu wenig haben wollen. Eine gute Anfängerstellung ist hierfür die Löffelchen-Stellung. Fühlt ihr euch etwas sicherer, könnt ihr das natürlich gerne variieren. Wenn ihr lieber die Kontrolle habt, setzt euch auf euren Partner. In der Reiterstellung könnt ihr selbst entscheiden, wie weit ihr gehen möchtet und wie tief der Penis in euren Po stoßen darf.

Drückt ganz vorsichtig die Spitze seines Penis gegen euren Anus. Vergesst dabei nicht den Schließmuskel zu entspannen und dabei zu atmen! Es sollte recht einfach hineingleiten, aber denkt daran, dass es LANGSAM gehen muss! Nachdem sein Penis etwa 3 bis 5 Zentimeter eingedrungen ist, sollte er dort kurz halten, damit ihr euch an das Gefühl gewöhnen könnt. Nach ein paar Minuten und wenn ihr euch bereit fühlt, sollte sein Penis etwas weiter eindringen können. Hier ist es wichtig zu kommunizieren. Nur so weiß euer Partner, ob ihr euch dabei wohl fühlt und was er tun muss, um dafür zu sorgen, dass es euch gefällt. Wenn ihr dabei Schmerzen empfinden solltet, sagt es sofort eurem Partner.

Nun kann er seinen Penis wieder etwas herausziehen und erneut eindringen – mit jedem Stoß etwas tiefer. Wenn ihr das ganz langsam wiederholt, werdet ihr euch an das Gefühl gewöhnen und anfangen es richtig zu genießen. Wenn er seinen Penis rauszieht und wieder tief in euch stößt, werdet ihr anfangs vielleicht das Gefühl haben auf die Toilette zu müssen – dieses Gefühl legt sich aber mit der Zeit. Ist es euch zu unangenehm, sagt eurem Partner er soll tief bleiben und dort kleine Stöße geben. Denn in der Tiefe liegt beim Analsex oft das schönste Gefühl.

Nach Bedarf sollte immer wieder etwas Gleitgel angewendet werden, damit das Gefühl durchgehend angenehm und erregend bleibt. Stimuliert dabei weiter eure Klitoris – gerne kann das auch euer Partner übernehmen oder ihr holt euch einen Vibrator dazu.

Na, geht doch!

Analsex ist also nicht annähernd so unheimlich, wie man es sich vorstellt. Man muss nur wissen wie. Geht es langsam an, trefft die Vorbereitungen, die ihr für nötig haltet, benutzt viel Gleitgel und kommuniziert vorher, währenddessen und auch danach, um eure Erfahrungen auszutauschen. Nicht jedem wird Analsex gefallen – aber es gefällt schließlich auch nicht jedem Vaginalsex!

Solange beide Partner sich respektieren und vertrauen, wird diese Erfahrung ein lustvolles Abendteuer sein, das euch verbindet eure Beziehung zueinander stärkt. Im Nachgang ist also auf alle Fälle eine Runde kuscheln angesagt! Und je öfter ihr es probiert, desto selbstbewusster werdet ihr dabei. Auch wenn das erste Mal nicht so läuft, wie ihr es euch vorstellt – manchmal braucht es etwas Zeit, um sich an das Gefühl zu gewöhnen. Wenn ihr also neugierig seid, probiert es einfach mal aus!