Duncan Kolba

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Auf dieser Traumstraße Amerikas ist der Weg das Ziel

Reisebericht vom Highway One an der US Westküste

Duncan Kolba

Keine Zeit, weil das Bording für den Flug nach Kalifornien schon begonnen hat? Dann spring einfach direkt zum Abschnitt, der dich interessiert und erkunde die USA:

Inhalt

California State Route 1

Der Weg ist das Ziel, zumindest wenn man über die schönste Straße der Welt spricht. Der “Pacific Coast Highway” (PCH) ist eine Küstenstraße am Pazifik, die in Nord-/Süd-Richtung durch Kalifornien verläuft. Besser bekannt als “Highway No.1” “Coast Highway”, “1 California”, Teile davon auch als “Cabrillo Highway”, “Shoreline Highway” oder “Coast Highway”. Laut Quantenforschern, die eine Spaßformel für die schönesten Straßen der Welt aufstellten, ist die legendäre Straße auf Platz 2.

Unabhängig vom Fahrspaß, der hier aber definitiv nicht zu kurz kommt, ist der Highway 1 definitiv mit die beste Option für eine Rundreise durch die USA. Der Verlauf dieser Traumstraße, direkt an der kalifornische Küste, eröffnet nahezu ununterbrochen Postkartenpanorama. Aber selbst wenn man immun gegen wünderschöne Klippen, verschlafene SSurfer-Städtchen und idyllische Sandstrände ist lohnt sich die Reise durch Kalifornien: Für einen ausgewachsenen Roadtrip gibt es hier von “Ich-weiß-was-du-letzten-Sommer-getan-hast”-Wäldern (inklusive Hostel- Übernachtungen mitten im Nirgendwo), über Silicon Valley bis hin zu “Stadt der Engel” Los Angeles, alles, was das kalifornische Lebensgefühl an der Westküste Amerikas ausmacht.

Ein sehr guter Ausgangspunkt um dein eingenes, kalifornisches Reisejournal zu beginnen ist San Francisco - auch wenn man für gewöhnlich das Beste für den Schluss aufhebt.

Bolinas - Geheimtreffen der Surfer-Hippies und Silicon Valley CEOs

Das verschlafene Städtchen Bolinas ist bekannt dafür, dass es regelmäßige alle Wegweiser am Highway #1 abmontiert, um es Touristen möglichst schwer zu machen, dieses Kleinod zu finden. Ursprünglich eine Künstlerkolonie, hat es sich bis heute seinen alternativen Charme behalten. In den letzten Jahren ist es auch zu einem Refugium für Silicon Valley Millionäre geworden - Mark Pincus, Mitbegründer und Ex-CEO von Farme Ville Erfinder Zynga wird nachgesagt dort ein Haus gekauft zu haben. Im “Coast Cafe” darf man frische Austern und hausgemachten “Arnold Palmer” (Eistee, gemischt mit selbstgemachter Limonade) kombinieren. Wenn es spät werden sollte, kann man zur Not auch direkt gegenüber in Smiley’s Saloon, (gegründet 1851, ist einer der ältesten Saloons Kaliforniens) auch übernachten.

Point Reyes

Als ob der fantastische Ausblick auf den Pazifik nicht schon genug wäre, ist Kalifornien auch noch mit allerhand Aussichts- und Leuchttürmen gesegnet - im Point Reyes Leuchtturm, einem Hostel, kann man sogar in lauschiger Atmosphäre übernachten. Point Reyes Seashore ist ein Naturschutzgebiet, das sich vorzüglich zum Wandern sowohl in den Bergen, als auch am Strand eignet. Auf der Rückfahrt Richtung San Francisco

San Francisco - die schönste Stadt Amerikas

Sich nicht auf Anhieb in die wohl unamerikanischste Stadt der USA zu verlieben fällt nicht nur Hipstern schwer. Von Hippie-Flair im Haight-Ashbury-District, über einen Besuch von Alcatraz oder den Golden Gate Park.

Wald mitten in der Stadt
Durch die Wipfel kann man bis nach Oakland gucken

In San Francisco gibt es so viele schöne Flecken, dass man schon mehr als einen Besuch benötigt und am liebsten für immer hier bleiben will. Wer das Sightseeing im Schnellprogramm abwickeln will besorgt sich am besten ein Fahrrad (günstig bei http://thebikehut.org) und fährt erstmal zum Coit Tower um die Aussicht zu genießen.

Lombard Street - ‘die verbogenste Straße der Welt’
Auf alte U-Boote trifft man im Hafen

Dann an der Bay entlang richtung Norden zu Fischerman’s Wharf und mit einem leckeren “Clam Chowder” stärken. Dann weiter zur Golden Gate Bridge. Wer nichts gegen Muskelkater hat, fährt noch über die Brücke nach Sausolito und kehrt in einem der lauschigen Cafes ein. Auf dem Rückweg Richtugn Süden zum Golden Gate Park und Fahrrad gut abschließen. Den Park erkundet man am besten mit ohne Hast: Hier gibt es viele wunderschöne Stellen, die man einfach auf sich wirken lassen muss. Am Ende des Parks erwartet einen dann der Pazifik.

Der Strand hinter dem Golden Gate Park
Der Strand hinter dem Golden Gate Park
Der Strand hinter dem Golden Gate Park
Der Strand hinter dem Golden Gate Park

Monterey

Die Bucht von Monterey erstreckt sich wie ein langgezogener Halbmond über die Pazifikküste und lädt zum Spazierengehen ein. Dort verläuft sich langsam das städtische Gefühl, dass man in San Francisco selbst am Strand noch hat und hier und da werden in kleinen Holzhäuschen am Straßenrand Obst und Gemüse aus der Region angeboten. Bei einer kurzen Pause vom Steuer empfiehlt es sich eine lokale Navelina oder Tangerine zu genießen und einfach nur das Meer auf sich wirken zu lassen.

Silicon Valley - das Mekka der Computerindustrie

Moutain View Hier findet man überall bekannte Intenet-Namen, wie zum Beispiel Google, Mozilla Symantec oder LinkedIn. Ein Abstecher Abstecher nach Moutain View lohnt sich gleich in mehrerlei Hinsicht: Hier befindet sich das Google Headquater, Krispy Kreme Doughnuts und In ‘n Out Burger. Auf dem so genannten Googleplex, der Zentrale des Suchmaschinenriesen, kann man bequem mit dem Auto parken. Optimal hierfür eignet sich ein Tag am Wochenende, dann sind hier kaum noch geschäftige Googler unterwegs und man kann sich Zeit nehmen, das rieseige Areal zu erkunden. Schranken, die die Gebäude für Außenstehende abgrenzen gibt es hier nicht - dafür liegen auf dem Boden überall die bunten Google-Fahrräder herum. Wenn man abenteuerlich drauf ist, hebt man eines auf und fährt damit über den Googleplex, aber vorsicht, die Securitymänner werden früher oder später nach einem Badge fragen, dass einen als Mitarbeiter ausweist. Wer vom Laufen oder Fahrradfahren erschöpft ist, kann sich in Moutain View auch gleich noch für die Weiterfahrt bei Krispy Creme oder In ‘n Out Burger stärken. Wenn das große Reklameschild der Donut-Kette leuchtet, bedeutet das es gibt ganz frische Donuts (sehr empfehlenswert). In ‘n Out Burger ist ein kalifornisches Phänomen, dass sich als Franchise auf einen winzigen Teil der USA beschränkt.
Die Burgerbrater zeichnen sich durch ein minimales Menü und, für Franchiseverhältnisse, top Qualität der Ware aus. Hier ist besonders die “geheime Karte” zu empfehlen, also Burger- und Beilagen-Variationen, die es so eigentlich nicht gibt: beispielsweise Burger “protein style” - ohne Bun, nur eingewickelt in Salat.

Stanford Als eine der acht Ivy League Schools ist die Standford University das Juwel des gleichnahmigen Städtchens im Silicion Valley. Die Universität hat trotz ihres verhältnismäßig jungen Alters eine erhabene Aura an sich, die selbst einige wesentlich ältere Universitäten in Europa vermissen lassen.

  • Renoir-Figur?
  • Kirche?

Palo Alto

Die Standford University
Der Strand von Monetrey
Der Googleplex - unter Googlern besser bekannt als ‘The Mothership’

Hearst Castle

Das Schloss des Verlegers Hearst war die Vorlage für Xanadu, das Anwesen in “Citizen Kane”. TODO Eintritt/Öffnungszeiten

Santa Cruz - surfen, skaten und Videospiele

Eigentlich stammt der Name “Heiliges Kreuz” von der hier gebauten Mission Church der spanischen Missionare. Heute dürfte für die Meisten der Surf und Skate Brand “Santa Cruz” geläufig sein, der hier ebenfalls seinen Ursprung hat. Das überschaubare Örtchen direkt an der Küste hat ein nettes kleines Motel, das “Sea ‘n Sands” direkt neben der Flanir-Promenade am Strand. Hier wird man bei der Ankunft noch mit Rotwein und Käse begrüßt und die Seelöwen singen einen nachts in den Schlaf. Wenige Meter vom Strand entfernt gibt es einen Taco-Laden, der rein optisch in Deutschladn sofort das Gesundheitsamt auf die Tagesordnung bringen würde, geschmacklich aber einmalig ist. Dazu eine leckere RC-Cola und man ist gewappnet über die Amüsiermeile am Strand zu wandern und einige der Fahrgeschäfte auszuprobieren.

Big Sur - eine Landschaft wie ein Edward Hopper Gemälde

Postkartenidyll Big Sur
Postkartenidyll Big Sur

Der wohl wichtigste Abschintt auf dem Highway 1 ist “Big Sur”. Die Landschaft an der pazifischen Steilküste ist so pittoresk, dass man mit den selbstgemachten Schnappschüssen am liebsten sofort ins Postkartengeschäft einsteigen möchte. Obwohl die Küstenstraße davon zeugt, dass dieser Streifen Land schon vor langer Zeit von Menschen erschlossen wurde, mischen sich hier beim Betrachten noch behagliche Gefühle von Einsamkeit mit bildgewaltingen Natureindrücken. Nicht zuletzt wegen seines Kultstatus, stellte Snap Inc. (Erfinder von Snapchat) hier einen der ersten Automaten für die so genannten “Snap”-Spectacles auf (TODO?).

Carmel-by-the-Sea

Carmel-by-the-Sea
Carmel-by-the-Sea

Der vermutlich einzige mit einem Oskar preisgekrönte Bürgermeister der Welt (TODO?), Clint Eastwood, verhalf diesem Kleinod am Pazifik zu internationaler Bekanntheit. Eigentlich ein Refugium für wohlhabende Rentner und Privatiers (TODO?), steht er an Charme den fiktionalen “Stars Hollow” aus der Serie “Gilmore Gilrs” in nichts nach, obwohl er sich an der gegenüberligenden Küste befindet. Merkwürdige Gesetzte (TODO?)

17-Mile-Drive

Die 17 Meilen lange Straße ist eine der Sehenswürdigkeiten des Highway 1, die der Kommerzialisierung zum Opfer gefallen sind. Wer bereit ist den Eintritt XX$ (TODO) zu zahlen, darf sich an wunderbaren Anwesen mit Meerblick erfreuen, die von Baumen gesäumt einen wunderbar verschlafenen Eindruck hinterlassen.

Santa Barbara

Nahe Santa Barbara
Santa Monica Beach

Gegen Süden hin wird die kleinstädtische Idylle Kaliforniens immer öfter wieder von echten Städten abgelöst. Eine der schönsten, die noch weit genug weg-vom-Schuss ist, stellt Santa Barbara dar. Im Motel XX (TODO) kann man direkt nebem der Strandpromenade absteigen, sich bei Dominos eine Pizza bestellen und im Freien den Ausblick aufs Meer genießen. Der Heimatort von Sängerin Katy Perry gilt auch eher als Zuflu

Malibu - Rettungsschwimmer, Charly Sheen und Hipster

Wenn man dem Fernsehen glauben dürfte, dann würde man hier mit dem Auto anhalten, nur um zu beobachten, wie David Hasslehoff den betrunkenen Charly Sheen aus dem Wasser Rettet. In der Realität ist Malibu allerdings nicht besonders glamourös, aber mindestes genauso schön, wie im TV. Mit dem Auto gestaltet sich an schönen Tagen die Parkplatzsuche zwar als Herausforderung, jedoch braucht man wirklich nicht viel mehr als ein Handtuch, um hier 100% Wohlfühl-Faktor zu haben. Zwar gehört Malibu gerade noch so zur Peripherie von Los Angeles, aber man kann hier auch schon erahnen, dass man sich einer der wichtigsten Großstädte Kaliforniens nähert.

Los Angeles - die Stadt der Engel

LA ist schwer zu erklären. Von “HORROR!!!” bis “WUNDERVOLL!”, kann man hier alles bekommen, je nachdem, wie gut man sich auf die Stadt vorbereitet und worauf man sich einlässt. Von allen kalifornischen Größstädten ist sie die “schwierigste” und man kann leicht enttäuscht werden. Auch die Dauer, die man diesem wundervollen Moloch widmen sollte hängt von der eigenen Erwartungshaltung ab. Von einem einzelnen Tag mit Hardcore-Sightseeing, bis zu zwei Wochen Badeurlaub ist hier alles möglich.

Für die Planung gibt es mehrere Regeln, die man beachten sollte:

  • LA ist extrem dezentral (sie wird auch horizontal city genannt).
  • Der ‘Walk of Fame’ ist NICHT das Stadtzentrum
  • Nirgends funktioniert Busfahren so gut wie in LA
  • Meide Brennpunkte wie den Teufel
  • Nimm dir Zeit für die Perlen

Aber was sind die Perlen in der Stadt der Engel?

  • Einige der besten Restaurants der Welt
  • Ein architektonisches Wunderland von Art Deco bis Post-Modern
  • Strände an denen man surfen kann
  • Disneyland
  • La Brea Tar Pits
  • Der Mulholland Drive

Santa Monica

Einer der schönsten Stadtteile, der nicht nur Stars vorbehalten ist, stellt Santa Monica dar. Der bekannte Pier mit Fahrgeschäften und Achterbahn hat jeder schon mal im Hintergrund eines Hollywood-Streifens gesehen.

Hier ist nicht nur der Strand schön, man bekommt über Air B’nB günstig Wohnungen mit direktem Blick auf den Pazifik. Santa Monica zeichnet sich nicht nur durch ein etwas gehobeneres Ambiente zum ebefalls populären Venice Beach aus, es verfügt auch über etwas, dass die meisten Europäer in den USA vermissen: eine Fußgängerzone. Auf dem schmalen Streifen in unmittelbarer Strandnähe befinden sich viele Geschäfte, Bars, ein großes Kino und eine schöne Mall.

Als Ausgangspunkt ist von Santa Monica auch zügig Beverly Hills (hier befindet sich die sehr teure Shopping-Meile “Rodeo Drive”), Hollywood (“Walk of Fame”), aber auch die La Brea Tar Pits (inklusive angeschlossenem Museum) oder das Einkaufserlebnis “The Grove”.

Außerdem hält sich die Kriminalität hier in Grenzen, man kann auch nachts auf Straßen unterwegs sein und der Pier ist im Dunkeln einfach wunderschön beleuchtet.

Ehrenhafte Erwähnung verdienen bei diesem Trip auch:

  • In Malls im kalifornischen Niemandsland günstig einkaufen
  • San Diego (wohoo, fast Mexiko)
  • Tijuana (wohoo, Mexiko!!!)
  • Eisenbahn fahren (macht aus dem Fenstergucken weniger gefährlich!)
  • Avalon (eine tolle Insel an der Küste von LA)